Wir sind gerade mal knapp über sechzig und werden von Mecklenburg Vorpommern magisch angezogen. Zu einer Jahreszeit, wo sich der Winter noch nicht ganz verabschiedet hat und der Frühling schon in der Luft liegt. Im dritten Monat des Jahres, so haben wir es erfahren können, tut uns die Seeluft besonders gut. Jeden zweiten Tag machen wir unseren Ausflug vom Ferienhof Ostseeland aus. 336 km haben wir uns heute vorgenommen. Und so sah der Tag aus:
07.00 Uhr Aufbruch vom Frühstückstisch
07.20 Uhr Abfahrt in Richtung Rügen - zuerst nach Warnemünde, zur Stadtautobahn und von dort zur Küstenautobahn in Richtung Stralsund - in Sanitz wurde abgefahren und dann durch das Küstenvorland - Tribssees, Richtenberg, Stralsund, Rügendamm, Samtens, Bergen und schließlich kurz vor Mukran auf den Parkplatz zum Spaziergang zu den Feuersteinfeldern
09.45 Uhr das Auto auf dem Parkplatz abgestellt und marschferig gemacht.
Oh Schreck, auf der Orientierungstafel wird ein Wanderweg von 38 km Länge angekündigt. Das war so nicht geplant. Also muß auf dem Weg entschieden werden, wie lang die Tour werden soll. 09.55 Uhr zeigt die Uhr und wir haben die ersten Wanderminuten hinter uns, als das erste Hinweisschild anzeigt, daß wir uns auf dem richtigen Weg befinden.
die unberührte Natur und ein fast aufdringliches Meeresrauschen, aber kein Wind zu spüren. Der schützende Wald ließ den beißenden Ostwind nicht durch. Nach knapp 15 Minuten Fußmarsch ging es leicht bergan auf eine Brücke zu, die sich über ein Gleis spannte. Auf der anderen Seite angekommen, der Wald wurde immer urtümlicher. Über jahrzehnte unberührt und dem Lauf der Natur überlassen. Gut 40 Minuten sind wir unterwegs und trauten dann unseren Augen nicht. Feuersteine, so weit man durch die Wacholderbüsche blicken kann, Heidekraut und Hagebuttensträucher.
Ein eigenartiges Gefühl, auf diesen Steinwegen zu wandern und die See rauschen zu hören wie am Strand. Wir wandern durch das Labyrint ......................und genießen diese Einzigartigkeit. Feuersteine über Feuersteine. Das muß man einfach auf sich wirken lassen.......nach 2 1/2 Stunden waren wir wieder am Auto, noch nicht alle Eindrucke verarbeitet. Die Uhr zeigte 12.30 Uhr, Zeit für ein schmackhaftes Mittagessen. Das bekamen wir in Saßnitz in einer urigen Fischerkneipe am Hafen.
Gegen 14.30 Uhr ging es dann wieder zurück.
und dann aber weiter nach Ribnitz-Damgarten. Kurz vor der Bernsteinstadt, die Uhr zeigte kurz vor 16.00 Uhr, links im Blickfeld die Bernsteinmanufaktur. In Gedanken waren wir schon bei Kaffee und Kuchen. Den bekamen wir dann auch, bevor wir uns mit dem Bernsteinmanufakturbetrieb vertraut machten. Erleben durften wir auch die umfangreichste Bernsteinverkaufsausstellung Deutschlands. Was gibt es noch zu sagen. Ein erlebnisreicher Tag.